Leichtathletik - Berichte
2025 - Archiv
Nachwuchsleichtathleten der SpVgg Auerbach/Streitheim überzeugen auf der ganzen Linie
Auerbach. Besser geht´s nicht. Bei zwei Veranstaltungen am letzten Wochenende bewiesen in erster Linie Nachwuchsathleten der Leichtathletikabteilung der SpVgg Auerbach/Streitheim, ihre sehr gute Form. Die beiden zwölfjährigen Supertalente Selina Schorr und Gabriel Mittelbach nahmen am größten europäischen Hallensportfest für Schüler und Jugendliche mit Trainer Roland Stiastny in München teil und sorgten für Furore. Unter über 100 Teilnehmer pro Altersklasse und Wettbewerb, sorgten beide für Spitzenleistungen und hervorragende Platzierungen. So durfte Selina Schorr als Zweite von 103 Teilnehmerinnen im Weitsprung der W12 mit 4,47 m ebenso aufs Treppchen, wie auch Gabriel Mittelbach mit seinem dritten Rang über 60 m in 8,35 Sekunden. Über die gleiche Distanz erreicht Selina Schorr als Zugabe in 9,00 Sekunden, den elften Platz.
Um erste Meisterehren im Freien in 2025 kämpften die Läuferinnen und Läufer bei den mittel- und nordschwäbischen Crossmeisterschaften in Untermeitingen. Bei diesen Titelkämpfen trumpften die 19 Auerbacher Läuferinnen und Läufer unter ihren Trainern Holger Stockert und Albert Vogg. in bestechender Form nach dem Wintertraining auf. Nicht weniger als acht erste, fünf zweite Plätze und einen dritten Platz, konnten die vorwiegend jugendlichen Teilnehmer mit heim ins Rothtal bringen. Ganz oben als Meister auf dem Siegerpodest standen Lorenz Weber (M9), Amelie Wirth (W8), Katharina Kramer(W9), Franziska Eschey (wU18), Günther Tauber(M55), sowie die Mannschaft der weiblichen U10 mit Amelie Wirth, Katharina Kramer und Nelia Rittel. Bei der männlichen Jugend kamen sogar zwei Mannschaften zu Meisterehren und zwar die U10 mit Lorenz Weber, Laurenz Burkhardt und Samuel Zircher sowie die U12 mit Wendelin Blatz, Mathias Stegherr und Samuel Tausend. Große Freude im Auerbacher Lager auch über die Vizemeister im Einzel, Max Stegherr (M14), Wendelin Blatz (M10), Laurenz Burkhardt (M9), Samuel Zircher (M8) und die Mannschaft der weiblichen Jugend U12 mit Franziska Kastl, Annabella Engler und Isabella Conrad, während sich Franziska Kastl(W11) zusätzlich im Einzel die Bronzemedaille sicherte. Knapp an einer Medaille und Siegerpodest schrammten Pauline Stegherr, Leonie Wirth, Katharina Kastl und Calin Scarlupin vorbei. Koh.
Von Johann Kohler
Maximilian Scheich wird bayerischer Meister im Hallen-Siebenkampf
Fürth. Seit vielen Jahren träumte der heute 19-jährige Leichtathlet Maximilian Scheich den deutschen Zehnkämpfern wie Niklas Kaul oder Frank Busemann einmal nachzueifern. Zehn verschiedene Disziplinen an zwei Tagen, nicht umsonst werden diese Athleten als „Könige der Leichtathletik“ bezeichnet. Deshalb versuchte sich Maximilian Scheich, der vor drei Jahren wegen Mehrkampf- Stützpunkttrainer Lothar Schmitt, vom TSV Gersthofen zur SpVgg Auerbach/Streitheim wechselte, im Herbst vergangenen Jahres im württembergischen Weingarten, im Zehnkampf. Mit seiner Leistung schaffte er auf Anhieb den Sprung in die deutsche und bayerische Bestenliste und schaffte die Qualifikation für überregionale Meisterschaften. Kein Wunder, dass ihn das beflügelte und so war er am vergangenen Wochenende in Fürth bei den bayerischen Hallenmehrkampfmeisterschaften im Siebenkampf der männlichen Jugend U20 am Start. Im Vorfeld liebäugelte er mit einer Medaille gleich welcher Farbe, denn einige Athleten hatten ein noch besseres Meldeergebnis aufzuweisen. Dass es dann eine goldene werden würde, überraschte nicht nur den Athleten, sondern auch seine Trainer und Leichtathletikexperten. Diese musste er sich an zwei Tagen mühsam in sieben Einzeldisziplinen erkämpfen und stellte dabei vier persönliche Bestleistungen auf. Die erste beim 60 m Sprint mit 7,51 Sekunden und beim Weitsprung verfehlte er mit 6,40 m um zwei Zentimeter einen neuen Rekord. Mit dieser Weite und 1385 Punkten aus den ersten zwei Disziplinen übernahm er die Führung im Siebenkampf, leider währte seine Freude nicht lange, denn das Kugelstoßen erwies sich beim ihm als Achillesferse. Nur 10,49 m und somit 515 Punkte, Maximilian Scheich fiel auf den zweiten Platz deutlich hinter seinem stärksten Widersacher Mathias Zierer vom TSV Plattling zurück. Beim der den ersten Tag abschliesenden Disziplin dem Hochsprung, war Scheich wieder in seiner Paradediziplin unterwegs. Mit 1,76 m blieb er zwar neun Zentimeter unter seiner Bestleistung von 1,85 m, konnte aber als Erster des Wettbewerbes seinen Halbzeitrückstand verringern. Auch der zweite Tag begann verheißungsvoll mit dem 60 m Hürdenlauf, mit persönlicher Bestleistung von 8,85 Sekunden wurde der Punkteabstand zum Erstplatzierten immer geringer. Beim vorletzten Wettbewerb übernahm sein langjähriger Stabhochsprungtrainer Josef Liebert (TSV Gersthofen) die Betreuung von Maximilian Scheich und es klappte. Mit übersprungenen 3.70 m, lag er 30 cm über der Höhe seines Konkurrenten und so musste der abschließende 1000 Meterlauf über die Farbe der Medaillen entscheiden. Mit der Hypothek von 41 Punkten und fünf Sekunden Rückstand auf Platz eins, musste sich Scheich eine Taktik überlegen. Diese lieferte ihm sein Heimtrainer Lothar Schmitt, der empfahl, voll hinter den Schnellsten zu laufen und Matthias Zierer auf jeden Fall hinter sich zu lassen. Dies gelang, denn erst nach 15 Sekunden lief sein größter Gegner später ins Ziel, da lag Maximilian Scheich bereits völlig erschöpft als neuer bayerischer Mehrkampfmeister mit hervorragenden 4.573 Punkten hinter der Ziellinie. kohl