SpVgg Auerbach/Streitheim e. V.

 

Leichtathletik - Berichte
2024 - Archiv

Bei den mittel- und nordschwäbischen Meisterschaften hat alles gestimmt

Horgau. „Ist den Leichtathleten die Munition ausgegangen“, das fragten sich am Samstag die Anwohner des benachbarten Wohngebietes am Horgauer Rothtal-Stadion. Rund 80 Mal knallte es in den vergangenen Jahren an einem Tag bei Leichtathletik-Veranstaltungen, die von der SpVgg Auerbach/Streitheim ausgetragen wurden. Der Grund  der Stille war, im Stadion kam zum ersten Mal die neue Zeitmessanlage des BLV-Bezirkes Schwaben zum Einsatz. Hier braucht der Starter keine Pistole mit Platzpatronen mehr, sondern der Start wir mit einer elektronischen Lichtpistole und mit einem Signal von einem Lautsprecher ausgelöst. Doch bis zum ersten Start bei den mittel- und nordschwäbischen Leichtathletikmeisterschaften für die Jugend U16 und U14, gab es mächtig Stress bei den Auerbacher Organisatoren. Zuerst musste die vielen verschiedenen Teile, wie Kameras und Windmesser mit Duzenden Kabeln verbunden werden und mit dem Wettkampfbüro per Internet verbunden werden. Da es eine Premiere war, hatte sich Arno Kaiser in die Bedienungsanleitung in den letzten Tagen eingelesen um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Und dann geschah etwas Unerwartendes, Arno Kaiser wurde am Vortag in die Notaufnahme der Universitätsklinik wegen gesundheitlichen Problemen  eingewiesen. Wie gut, dass Abteilungsleiter und Organisator Johann Kohler, sich bereits im Vorfeld mit Jonas Kell vom TSV Schwabmünchen ausgetauscht hatte, der spontan bereit war, die Auerbacher beim Aufbau und im Betrieb zu unterstützen.

Und so konnte um 10 Uhr mit den Meisterschaften begonnen werden, die dann über fünfeinhalb Stunden reibungslos von den 50 Kampfrichtern, Helferinnen und Helfern der SpVgg Auerbach/Streitheim abgewickelt wurden. 150 Athleten aus 18 Vereinen hatten knapp 400 Meldungen abgegeben, eine Mammutaufgabe für den Ausrichter, der am Ende der Veranstaltung wieder einmal großes Lob von den gemeldeten Vereinen und der BLV-Verbandsaufsicht einheimsen durfte. Nicht weniger als 64 Mal wurde zu einer Siegerehrung aufgerufen, mit 37 Podestplätzen, davon 21 Goldmedaillen, war der TSV Friedberg der überragende Verein dieser Meisterschaft der elf- bis fünfzehnjährigen Jugendleichtathleten. An zweiter Stelle folgte mit sieben ersten und 16 Petersplätzen der Ausrichter, die SpVgg Auerbach/Streitheim, gefolgt von der LG Reischenau/Zusamtal mit sechsmal Gold, neunmal Silber und sechsmal Bronze, fast die gleiche Anzahl schaffte der TSV Schwabmünchen. Sehr zufrieden konnte auch der TSV Meitingen sein, der insgesamt 12 Podestplätze holte, davon viermal Gold. Wie bei vielen Veranstaltungen ragten bei diesen Titelkämpfen einige Athleten besonders hervor. So der fünfzehnjährige Johannes Zielinski von der LG Reischenau/Zusamtal, der sich nicht weniger als viermal in die Siegerliste eintrug. Über 100 Meter (12,85 Sek), Weitsprung (5,22 m), Kugel (9,76 m) und Diskuswurf mit 33,07 m. In der Altersklasse W14 überzeugte eine Athletin vom TSV Meitingen, sie gewann den Speerwurf mit 38,42 m, den Weitsprung mit 4,54 m und überquerte die 80 m Hürden in 13,98 Sekunden als Erste. Pech hatte das 13-jährige Supertalent Jakob Zimmer von der SpVgg Auerbach/Streitheim. Er gewann souverän den 75-Meter-Sprint in 10,29 Sekunden und kurz darauf den Ballweitwurf mit hervorragenden 47,50 Meter und trat anschließend zum Weitsprung an. Bereits im ersten Versuch übersprang er mit 5,04 m seine bisherige Bestleistung und verfehlte den Vereinsrekord nur um fünf Zentimeter. Im zweiten Versuch setzte er alles auf eine Karte und verletzte sich bei der Landung am Rücken schwer. Statt seine dritte Meisterschaft an diesem Tage bei der Siegerehrung entgegen nehmen zu dürfen, wurde er mit dem Rettungswagen in die Klinik transportiert. Die weiteren mittel- und nordschwäbischen Meister aus dem Verbreitungsgebiet der Augsburger Allgemeinen. M13 Alexander Engler 800 m 2:53,02 Min., M14  Simon Stiastny Speer 36,21 m, M15 Jonathan Seefried Hochsprung 1,40 m, W12 Selina Schorr Ball 37,00 m, W14  Lena Strehler 100 m 13,54 Sek. ( alle SpVgg Auerbach, W14 Carolina Joas Kugel 7,12 m, W14Lena Schießer 300 m 46,39 Sek (alle LG Reischenau/Zusamtal) W15 Noema Jung Hoch 1,56 m (LG ESV Augsburg/TSV Neusäss), W13 Louisa Kratzer Hoch 1,32 m (TSV Gersthofen), W13 Lisa Fleps 75 m 10,94 Sek. (TSV Meitingen)

Weitere Ergebnisse unter www.ladv.de, www.blv-sport.de , www.spvgg-auerbach-streitheim.de


Von Johann Kohler

Zwei Bronzemedaillen für Leichtathleten der SpVgg Auerbach/Streitheim

München. „Diesmal wird es mehr als schwer, Medaillen von den Bayerischen Leichtathletik- Meisterschaften mit nach Auerbach zu nehmen“, vermutete auf der Fahrt in die Werner- von-Linde-Halle auf dem Olympiagelände in München, Abteilungsleiter Johann Kohler, von der SpVgg Auerbach/Streitheim. Zum einem gehören die Leichtathleten des Landesverbandes Bayern und von der LG Stadtwerke München zu den Besten in Deutschland, zum anderen fehlten aus seiner Abteilung Medaillengewinner der vergangenen Jahre, wegen gesundheitlicher Probleme und Verletzungen. So mussten die Auerbacher Athleten ohne ihren aktuellen deutschen Diskusmeister der Jugend, Tobias Stiastny, antreten, der seit drei Wochen wegen einer schmerzhaften Verspannung mit dem Training aussetzen muss. Deshalb reiste er auch von einem Lehrgang des deutschen Bundeskaders aus Kienbaum in Brandenburg vorzeitig ab. Tobias Stiastny hoffte trotzdem aber immer noch, bei den bayerischen Winterwurfmeisterschaften am letzten Wochenende teilnehmen zu können, wo er als haushoher Titelfavorit vom Verein gemeldet war. Auf Anordnung des Bundestrainers Joachim Lipske und seines Heimtrainers Lothar Schmitt, musste er aber auf einen Start und die fest eingeplante Goldmedaille verzichten. Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass es gesundheitlich bis zu den deutschen Winterwurfmeisterschaften am 24. Februar in Halle an der Saale, klappt.

Deshalb war beim Abteilungsleiter und dem mitgereisten Anhang die Freude groß, dass man doch noch mit zwei Medaillen im Gepäck die Heimreise antreten konnte. Je eine Bronzemedaille gegen eine übermächtige Konkurrenz errangen der Sprinter Maximilian Föhn und Hochspringer Maximilian Scheich. 48 Starter aus ganz Bayern hatten sich für den Hallensprint über 60 m bei der männlichen Jugend U18 qualifiziert, unter ihnen auch der 17-jährige in Aystetten wohnende Leichtathlet der SpVgg Auerbach/Streitheim, Maximilian Föhn. Vor zwei Wochen bereits südbayerischer Vizemeister mit 7,39 Sekunden, gewann er diesmal seinen Vorlauf in neuer persönlicher Bestzeit von 7,34 Sekunden und qualifizierte sich damit für den A-Endlauf. Hier musste dann über die Medaillen das Zielfoto entscheiden, denn die drei Ersten trennten nur ein Wimpernschlag. Sieger Benedikt Maurer (SV Germering) 7,33, Zweiter Moritz Käsweber (LG Ebersberg-Grafing) 7,34 und der dritte Rang für Maximilian Föhn in 7,35 Sekunden. Mit Moritz Kunert gehörte ein weiterer Athlet der SpVgg Auerbach/Streitheim zu den besten Sprintern. Nach 7,70 Sekunden im Vorlauf, qualifizierte er sich für den C-Endlauf und steigerte sich als Zweiter auf die neue persönliche Bestzeit von 7,62 Sekunden.

Durch eine gerade überstandene Erkältung geschwächt war der Vorlauf für Sebastian Storm mit 8,19 Sekunden Endstation. Dieses Schicksal ereilte auch Olivia Crosby bei den Frauen mit 8,44, Lena Strehler bei der weiblichen Jugend W15 mit 8,57 und Hannah Baier bei der Jugend U18 mit 8,52 Sekunden. Wegen eines grippalen Infektes war auch für Maximilian Scheich gehandicapt, doch er wollte unbedingt an den Start gehen. Im 60 m Sprint in U20 merkte man dies deutlich, denn er kam mit 7,73 Sekunden nicht über den Vorlauf hinaus. Doch im Hochsprung trug sein eiserner Wille Früchte. Mit der Höhe von 1,69 Meter war er zwar nicht ganz zufrieden, trotzdem teilte er den dritten Rang mit Benedikt Dörr vom TSV Zirndorf, die beide die gleiche Anzahl von Versuchen aufzuweisen hatten und somit beide Bronze erhielten. Mit von der Partie waren auch die drei in den technischen Wettbewerben startenden weiblichen U18 Leichtathletinnen vom Auerbacher Verein. Im Kugelstoßen wurde Lena Stadler mit 10,09 Meter Zehnte, im Hammerwurf Anna Wiedemann beim Hammerwurf Siebte mit 37,90 Meter und Magdalena erreichte im Weitsprung mit 4,76 m einen Platz im Mittelfeld.

Auerbacher Leichtathleten holen in München zwei südbayerische Meisterschaften

München. Über elf Stunden kämpften über 800 Leichtathleten aus Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben  bei den südbyerischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften Teil  1 in der Halle beim Olympiastadion. Zwar reichte es für acht Starter der SpVgg Auerbach/Streitheim zu keinem Meistertitel, trotzdem konnten die Trainer mit zwei Vizemeisterschaften mehr als zufrieden sein.  Sein großes Sprinttalent hatte im vergangenen Jahr der 17-jährige Maximilian Föhn schon angedeutet und wurde von Trainerin Elisabeth Hofmeister immer weiter entwickelt. Trotz gesundheitlicher Probleme in letzter Zeit, wollte Föhn unbedingt trotz Trainingsrückstand, an diesen Meisterschaften teilnehmen. Und sein Ehrgeiz wurde mit einer Vizemeisterschaft und somit mit einer Silbermedaille belohnt. Bereits im Vorlauf setzte er ein Ausrufezeichen und lief mit 7.40 Sek.  die schnellste Zeit aller 54 Teilnehmer in seiner Klasse U18 über 60 m.  Mit 7,39 Sek. überstand er auch problemlos seinen Zwischenlauf und somit stand er im Endlauf der acht Schnellsten. Er erzielte auch hier mit 7,40 Sek wieder eine Klassezeit, musste sich aber dem neuen Meister Junior Nowa vom SV Putzbrunn, der 7,29 Sek. erreichte, geschlagen geben.  Zum erstenmale durfte Franziska Eschey Hallenluft schnuppern. Die 16-jährige kam erst im Herbst zur SpVgg Auerbach/Streitheim  und startete bei einigen Geländeläufen, die sie allesamt gewann.  Sie hatte bei ihrem ersten Bahnstart jedoch noch einige kleine Schwierigkeiten auf der erhöhten und nur 200 Meter langen Bahn in der Halle. Trotzdem belegte sie Rang zwei  bei der weiblichen Jugend über 3000 Meter in der Zeit von 12:03,97 Min. und holte die Vizemeisterschaft.  Bei Teilnehmerfeldern bis zu 60 Athletinnen schaffte bei der U18 auch Magdalena Niederhofer als Neunte  im Weitsprung mit 4,66 Meter einen Top Tenn-Platz. Dies gelang auch Lena Stadler als Zehnte im Kugelstoßwettbewerb mit 10,43 m, während Anna Wiedemann mit 9,09 m und Nele Windhagen mit 7,69 m im Mittelfeld landeten. Für Hannah Baier war über 60 m bereits im Vorlauf mit 8,74 Sek. Endstation, während bei den Frauen Olivia Crosby mit 8,23 Sek  immerhin den Sprung in den Zwischenlauf schaffte, aber die 8,35 Sek. nicht ganz für den Endlauf reichten.  Koh.